Nicht auf dem Siegertreppchen aber trotzdem ein Gewinner:
KreBeKi mit Krebs-Schulbuch Finalist des Aspirin-Sozialpreises
Berlin, Regensburg. Die Anspannung war groß, die Enttäuschung dann aber auch: Als Michaela Fichtl, Kuratoriumsmitglied von KreBeKi, der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern, erfuhr, dass die Regensburger Stiftung beim Aspirin-Sozialpreis nicht zu den vier Gewinnern von Geldpreisen gehört, war sie traurig. Sie hatte sich extra Urlaub genommen und war aus Regensburg nach Berlin in die Heilig-Geist-Kapelle der Humboldt-Universität angereist, um KreBeKi bei der Preisverleihung des Aspirin-Sozialpreises zu vertreten. Doch die Enttäuschung wich schnell und sie blieb durchaus positiv gestimmt: „Auch wenn wir nicht mit einem Geldpreis nach Hause gehen, so ist KreBeKi doch auch ein Gewinner. Denn von deutschlandweit 107 hochkarätigen sozialen Initiativen unter die zehn Finalisten gewählt zu werden, das ist schon ein großer Schritt. KreBeKi hat mit seinem Projekt eines Schulbuchs mit dem Titel: „Krebskranke Kinder, Unterrichtsmaterial, Film und Projektideen“, erschienen im CARE-LINE Verlag, eine hochrangig besetzte Jury überzeugt. Und wenn ich mir so ansehe, wer aufs Siegertreppchen kommt, dann bin ich noch stolzer, dass KreBeKi bis zum Schluss mit vorne dabei war.“Mit der Verkündigung der Preisträger ging ein halbes Jahr der Anspannung zu Ende. „Der Aufwand zur der Teilnahme am Aspirin-Sozialpreis der Bayer-Stiftung für soziales Engagement war beträchtlich, doch die Mühe hat sich gelohnt“, freut sich Fichtl. 35.000 Euro Preisgeld wurden an die Gewinner verteilt, drei der Preisträger kommen aus Berlin, einer aus Heidelberg.
Für KreBeKi war die Nominierung für den Aspirin-Sozialpreis viel Arbeit, auch, weil - wie Fichtl besonders herausstellt - die Stiftung „zu den wenigen Bewerbern zählt, die ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis arbeiten.“ Michaela Fichtl beispielsweise ist eigentlich Geschäftsstellenleiterin eines Donau-Schifffahrtsunternehmens. Die schriftliche Bewerbung war schon umfangreich, doch danach folgte noch ein weiterer Schritt: Die zehn Finalisten mussten sich im März noch mit einer Präsentation in Frankfurt einer achtköpfigen Jury vorstellen. Die KreBeKi-Vorsitzende Gaby Eisenhut war dorthin mit der Münchner Co-Autorin des Buches, Eva Christian, und dem Rapper Felix Merl alias FEEL.ikx gereist. Er hatte dort live seinen Rap „Emily“ über ein krebskrankes Mädchen vorgetragen.
Im Rahmen der Preisverleihung hatte KreBeKi die Gelegenheit, sich mit einem Infostand den Besuchern der Festveranstaltung und den Mitbewerbern zu präsentieren. Dabei nahm Fichtl, wie sie erzählt, auch viele neue Anregungen mit nach Regensburg und denkt schon über eine neue Wettbewerbsteilnahme nach.
Und in Regensburg gehen die Aktivitäten von KreBeKi indessen unvermindert weiter: Parallel zur Preisverleihung in Berlin ist KreBeKi beispielsweise im Rahmen eines weiteren Projektes mit einem Infostand bei der Teddyklinik in der Kinderklinik St. Hedwig in Regensburg vertreten. Dort werden an drei Tagen die Stofftiere von rund 1000 Kindergartenkindern von Medizinstudenten „behandelt“. So soll Kindern die Angst vor dem Krankenhaus genommen werden. KreBeKi hat zwei Bücher dazu veröffentlicht: Das neue Malbuch „Moritz muss ins Krankenhaus“ wird an alle Teilnehmer verteilt, aus dem Buch „Ein Besuch in der Teddyklinik – wie Teddy Moritz seine Angst vor dem Krankenhaus verlor“ wird am Samstag den Kindern vorgelesen.
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